2/22/2017

heartbroken

Das hier ist der Versuch, meinen Herzschmerz zu überwinden und eine Liebeserklärung an Dry The River.


Ich weiß, ich habe schon oft genug geposted, dass ich Dry The River liebe und vermisse und ein gebrochenes Herz habe. Mit diesem Blogeintrag versuche ich nun, meinen Herzschmerz aufzuarbeiten. Reden hilft, habe ich gelernt. Also, ich versuche mal anzufangen.

Ich erinnere mich noch allzu gut an unser Kennenlernen. Beim täglichen Facebook-Check habe ich gelesen, dass die Kids of Adelaide als Vorband von DTR in München im Atomic Café spielen. Unser absoluter Lieblingsclub! Sofort habe ich einer Freundin geschrieben. „Caro! Die Kids spielen im Atomic! Nächste Woche! Wir müssen hin!“ Abgemacht. Dry The River hatte ich sogar davor schon, aus mir unerfindlichen Gründen, in meiner Musiksammlung aber hatte meine große Liebe total ignoriert. Direkt vor der Nase und trotzdem nicht erkannt. Doch dann...an diesem einen Abend, ging mir ein Licht auf und ich war verknallt. 



Pete kam barfuß auf die Bühne – ich weiß es noch zu gut! Ihr müsst wissen: Ich mag keine Füße und wenn man im Atomic Café in der ersten Reihe vor der Treppe stand (auf der man zuvor saß um auf den Beginn zu warten), stand man auch nur so zwei Meter von der Band weg. Und dann Petes Füße vor mir. Aber gut. Egal auch, denn...

...Peter singt wie ein Engel! Der Vorhang glitzerte wie immer prächtigst und aus diesen bärtigen Mündern kamen die schönsten Töne, die ich je gehört hatte. Wie benommen standen wir da, das 0,3 Augustiner, wie immer, in der Hand und kurz dachte ich, ich muss weinen.

Dry The River haben aber mehr Pepp, als man manchmal denkt. Ist ja nicht so, als würden sie nur langsame, traurige, gefühlvolle Lieder spielen. Nein, nein! Wir konnten auch tanzen!

Das war mein erstes Mal DTR und es war zu schön.

Danach kamen erstmal keine anderen Klänge mehr aus meinen Kopfhörern. Wie man es immer macht, wenn einem live eine Band Gänsehaut beschwert und so richtig flasht. Tja, jetzt war ich nicht nur verschossen sondern Hals über Kopf verliebt!

2015, Dry The River im Strom. Und mein Herz machte Freudensprünge! Und was für welche!

Am liebsten hätte ich jedem erzählt, dass ich eine große Liebe wieder live sehen werde und bald platze vor Vorfreude!


Pete kam diesmal nicht barfuß aber mit blondierten Haaren. Scott direkt vor meiner Nase und der Kerl brachte mich auch ins Schmunzeln. Es ist ja bekannt, dass die Jungs eigentlich alle aus der Punk- und Metalrichtung kommen. Scott sieht eben auch so aus – singt aber wie eine Rose, nicht wie ein Mammutbaum. Ich bin wirklich gut im Dinge vergleichen…(hahaha!)

Die Tour stand ganz im Sinne des neuen Albums „Alarms in the heart“. Ja, mein Heart hat auch Alarm geschlagen. „Swallow Bed“ übertrumpft das zweite Album zwar nicht, aber es sind trotzdem ein paar gute Songs dabei und im Gesamten ist es ein wenig fetziger.


Dann, Ende 2015 der Schlag ins Gesicht. Dry The River geben ihre Auflösung bekannt – und mein Herz zerspringt in 1000 Teile. Wie? Nie wieder DTR live? Nie wieder vier Jungs, die sogar ohne Instrumente schöner singen als…als werauchimmer und. NEIN! NEIN! NEIN! Das kann ich nicht akzeptieren. Bis heute...

Kaum höre ich einen Song dieser Band, wird mein Herz schwer und meine Laune schlägt schlagartig in tiefste Trauer um. Nein, das ist wirklich kein Witz sondern die Wahrheit.
Viel zu spät habe ich außerdem bemerkt, dass sie vor dem Breakup noch eine EP raus gebracht haben.
Wie schön ist bitte „Husk“?


So, jetzt habe ich es ausgesprochen. Ich werde diese Band auf ewig lieben und auf ewig traurig sein, dass ich nie wieder auf ein Konzert der Londoner gehen werde – außer sie finden wieder zueinander.

Ich weiß einfach nicht, wie ich mit so einem Verlust umgehen soll? Die Zeit heilt Wunden, sagt man.
Hoffentlich auch diese.

In ewiger, unendlicher Liebe
Anna

PS:
Die Trennung der Augustines, nimmt mich übrigens fast genauso mit. Hoffentlich verkrafte ich das alles irgendwann. Und sonst sagt ja auch Casper „Alles endet aber nie die Musik!“ 

I LOVED YOU IN THE BEST WAY POSSIBLE

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen